Vikariehof

Johann Arnold Anthelmus Baltharsar Baron von und zum Pütz (1 771 bis 1834) stiftete laut Testament von 1829 die Hemmericher Vikarie in der damaligen Corporalsgasse (seit 1951 Maaßenstraße). Der von der Straße aus gesehen rechts neben der Vikarie gebaute Vikariehof mit seinem rückwärtig gebauten Wohnhaus ist heute noch als vierseitige Anlage nahezu in der Originalkonzeption erhalten. Die Hemmericher Vikarie, an der Freiherr von und zum Pütz bis zu seinem Tod als Frühmesser“ wirkte, war dotiert mit etwa 75 Morgen an Weingärten, etlichen Pflanzparzellen und Waldstücken sowie einer namhaften Geldsumme. Neben dem Gehöft befand sich bis zu ihrer Fällung im Jahre 1970 eine stattliche Ulme, die das Denkmal lange Zeit optisch mit geprägt hat.

Frühere Hinweise darauf, dass es sich beim Vikariehof um den schon im Jahr 1 163 urkundlich erwähnten Bodenheimer Hof gehandelt haben könnte, haben sich nicht bestätigt. Der Bodenheimer Hof ist bis heute nicht zu identifizieren.